Erster Saisonsieg für den Titelverteidiger


28.06.2018 Auch der fünfte Lauf der „großen kleinen“ Elektro-Rennserie RCCO endete mit einem Fotofinish: In einem extrem spannenden Rennen bei der Volkswagen R GmbH in Wolfsburg setzte sich Björn Skottke (KTM) mit nur 0,5 Sekunden Vorsprung vor Andreas Zschorsch (Audi) durch. Das Podium komplettierte der fünfmalige Le-Mans-Sieger Frank Biela (Schaeffler).

Gelungene Premiere bei der Volkswagen R GmbH

Zum ersten Mal war die „große kleine“ Rennserie zu Gast bei der Volkswagen R GmbH in Wolfsburg-Warmenau. Das Slotcarfestival war Teil des Sommerfestes der R GmbH inklusive Public Viewing des Fußball-WM-Spiels zwischen Deutschland und Südkorea. Ein Auftritt der Nachwuchs-Cheerleader vom VfL Wolfsburg und ein Robo-Torwart leiteten ein weiteres spannendes RCCO-Rennen ein.

Vierter Saisonsieg für KTM

Björn Skottke sorgte für den vierten KTM-Sieg des Jahres in der RCCO. Für den Titelverteidiger war es der erste Saisonsieg, mit dem er sich hinter Spitzenreiter Michael Niemas (ebenfalls KTM) auf den zweiten Tabellenrang nach vorn schob. Erst kurz vor Ende zehnminütigen Finalrennens konnte er Andreas Zschorsch von Platz eins verdrängen und schließlich einen hauchdünnen Vorsprung von 0,5 Sekunden ins Ziel retten. „Am Anfang lag ich nur auf Platz vier“, berichtete „Skottie“. „Michael Niemas konnte ich überholen. Dann hat Frank Biela einen kleinen Fehler gemacht. Wie ich an Andreas Zschorsch vorbeigekommen bin, habe ich gar nicht mitbekommen. Am Ende hing mir Ossi Kragl im Nacken und ich habe überlegt, ob ich auf Nummer sicher gehen und ihn vorbeilassen soll. Aber ich war so gut im Rhythmus, dass ich entschieden habe, vor ihm zu bleiben. Das hat funktioniert. Insgesamt war es ein toller Event in Wolfsburg. Es ist klasse, wie warmherzig wir aufgenommen wurden.“

Zschorsch verpasst ersten Sieg nur knapp

Der Mann des Abends war für viele Andreas Zschorsch. Der BILD-Redakteur war bei seinem zweiten Start mit dem neuen Audi e-tron Vision RCCO von Anfang an einer der schnellsten Fahrer. Wie schon in Berlin sicherte sich der Audi-Pilot mit einem souveränen Vorlaufsieg und der höchsten Rundenzahl die Pole-Position für das Finale, in dem er von Anfang an das Tempo bestimmte und zeitweise vier Sekunden Vorsprung auf die Verfolgergruppe bestehend aus Frank Biela, Michael Niemas und Björn Skottke hatte. In der vorletzten Rennminute leistete sich der bis dahin fehlerfreie Zschorsch aber zwei kleine Fehler, die ihn auf den dritten Platz zurückwarfen. Frank Biela konnte er in den verbleibenden Runden wieder überholen, aber Björn Skottke konnte er nicht mehr einfangen. „Ich bin trotzdem superglücklich über mein erstes Einzelpodium in der RCCO“, sagte Zschorsch. „Der neue Audi e-tron Vision RCCO läuft einfach fantastisch. Das Auto liegt mir richtig gut.“

Erstes Podium des Jahres für Frank Biela

Sein erstes Podiumsergebnis der Saison holte Frank Biela. Der fünfmalige Le-Mans-Sieger und ehemalige DTM-Champion gewann seinen Vorlauf und qualifizierte sich so direkt für das Finale der Top Sechs, in dem er lange in einer Vierergruppe Rad an Rad um den Sieg kämpfte. „Am Ende fehlte mir etwas der Speed“, sagte Biela nach seinem dritten Platz. „Das Rennen war sehr eng und spannend.“

Schwergewichte mit dem Rücken zur Wand

Keine Chance auf den Sieg hatten Tabellenführer Michael Niemas (KTM) und der bisherige Tabellenzweite Thomas Voigt, die aufgrund ihrer Erfolge in den vorangegangenen Rennen mit hohen Zusatzgewichten an den Start gehen mussten (Niemas +48 Gramm, Voigt +35 Gramm). Niemas verpasste zum ersten Mal in diesem Jahr das Podium, betrieb mit Platz vier aber noch Schadensbegrenzung. „Mit dem hohen Gewicht kann man nicht so spät bremsen wie die anderen“, erklärte der Tabellenführer. Thomas Voigt führte seinen Vorlauf lange an, ehe er durch mehrere Kollisionen auf den dritten Platz zurückfiel und sich so gerade eben noch für das B-Finale qualifizierte. Das war für den Rekordmeister aber schon kurz nach dem Start gelaufen, als sich der komplette Hinterachsträger seines Autos löste und Voigt mehr als eine Minute an der Box verlor. Als Zehnter fiel Voigt auf den dritten Tabellenplatz zurück. Dafür darf er in Zandvoort 15 Gramm ausladen.

Pole-Position für Eldert Hedden

Eldert Hedden bewies einmal mehr sein besonders Talent im Einzelzeitfahren. Als erster Fahrer sicherte sich der Ex-Champion am Drücker seines Joest-Lamborghini die zweite Pole-Position der Saison. In den Rennen lief es nicht ganz so gut. Genau wie für seinen Markenkollegen und Bruder Jan Hedden war im B-Finale Endstation.

Finalteilnahme für Ossi Kragl

Zum ersten Mal in der Saison 2018 startete Ossi Kragl bei einem Lauf der „großen kleinen“ Rennserie. Der Event- und Marketing-Spezialist aus der Eifel schaffte auf Anhieb die Qualifikation für das Finale und holte als Fünfter wertvolle Punkte für die Scuderia Suedschleife.com. Ein Comeback feierte auch Andreas Göhring, der mit seinem ABT Vision RCCO im ersten Rennen nach der gesundheitsbedingten Zwangspause Platz 13 belegte.

Enttäuschung bei Volkswagen

Enttäuschend verlief das Heimspiel in Wolfsburg ausgerechnet für die beiden Volkswagen-Teams. Keinem der fünf Volkswagen Golf GTE Vision RCCO gelang der Sprung in die Top Ten. Im Freien Training hatte noch Jost Capito, Geschäftsführer der Volkswagen R GmbH, mit Platz drei aufhorchen lassen. Im Rennen war für alle Volkswagen-Piloten aber schon nach den Vorläufen Feierabend. „Im Training konnte ich die Schikane noch voll fahren, im Rennen nicht mehr“, wunderte sich Capito. „Spaß gemacht hat es trotzdem.“ Kleiner Trost: Capito nahm den Pokal für den besten Rookie des Tages entgegen, Joanna Wessel den für die beste Dame.

Nächste Station: DTM Zandvoort

Das sechste Saisonrennen der „großen kleinen“ Rennserie geht bereits in zwei Wochen über die Bühne: Am Freitag, den 13. Juli ist die RCCO einmal mehr zu Gast bei Audi und der DTM. Tabellenführer Michael Niemas fehlt in Zandvoort, weil er ein Rennen einer Slotcar-Weltmeisterschaft bestreitet. DTM-Pilot Nico Müller startet für das Audi Team tv racing mit einem Audi e-tron Vision RCCO. Am Freitagnachmittag werden sich die sechs Audi-DTM-Piloten Duelle am Drücker der sechs Schaeffler Vision RCCO liefern.



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